Allgemeine Geschäftsbedingungen

des Stadthotels Jever mit dem Restaurant „Am alten Hafen“

 

Beherbergungsvertrag

Nichtinanspruchnahme bzw. Absage reservierter Hotelzimmer

Gastfreundschaft, Vertrauen und persönliche Betreuung gehören zum Grundauftrag der Hotellerie. Der Gast erwartet nicht nur eine dem Preis entsprechende Gegenleistung, sondern darüber hinaus ein Mehr an Höflichkeit, Service und Atmosphäre.

Im Stadthotel Jever werden wir diesem Wunsch nach zusätzlicher Leistung bestmöglich entgegenkommen.
Trotz dieses besonderen Verhältnisses zwischen dem Hotel und seinen Gästen gelten jedoch die gleichen Rechtsgrundsätze und Regeln wie in jedem anderen Vertragsverhältnis.

Um diesem Rechnung zu tragen und etwaige Missverständnisse von vornherein zu vermeiden, geben wir hier einen Überblick zur Frage der reservierten, aber nicht in Anspruch genommenen Hotelzimmer.
Der Beherbergungsvertrag ist ein gemischttypischer Vertrag mit Grundelementen aus dem Mietvertrag und dem Kauf- oder Dienstvertrag. Der Vertrag kommt durch zwei übereinstimmende Willenserklärungen (mündlich oder schriftlich), also durch Angebot und Annahme zustande. Dabei ist die Erklärung, ein Zimmer mieten zu wollen, nicht als Aufforderung an den Hotelier zu verstehen, von sich aus ein Angebot abzugeben. Vielmehr ist die Erklärung selbst bereits ein Angebot auf Abschluss eines Beherbergungsvertrages. Sobald die Zimmerreservierung vom Hotel angenommen ist, liegt ein verbindlicher Beherbergungsvertrag vor. Dies gilt selbst für den Fall,dass die Parteien noch nicht sofort eine Vereinbarung über alle wesentlichen Vertragsbestandteile getroffen haben. Denn die vertragliche Vereinbarung scheitert nicht daran, dass die Parteien bei erkennbarem Willen zur vertraglichen Bindung einzelne Vertragspunkte später bestimmen oder die Bestimmung dem Vertragspartner überlassen.

Der wesentliche Inhalt des Beherbergungsvertrages bestimmt sich nach § 535 BGB. Danach hat das Hotel das vereinbarte Hotelzimmer während der Mietzeit zur Verfügung zu stellen. Der Gast hingegen ist zur Entrichtung des vereinbarten Zimmerpreises verpflichtet.

Der Beherbergungsvertrag ist nicht anders zu behandeln als jeder andere Vertrag nach dem bürgerlichen Recht. Vorbehaltlich anderslautender Vereinbarungen im Vertrag oder den AGB kann der Beherbergungsvertrag von keiner Vertragspartei einseitig gelöst werden. Völlig unabhängig von Zeitpunkt oder Gründen der Abbestellung besteht kein Recht auf Stornierung einer Buchung. Das bestellte und vom Hotel bereitgehaltene Zimmer ist entsprechend § 535 Absatz 2 BGB zu bezahlen. Das gilt selbst dann, wenn das Hotelzimmer aus in der Sphäre des Gastes liegenden Gründen nicht in Anspruch genommen wird.

Die vom Gast trotz Nichtinanspruchnahme zu entrichtende Zahlung wird oft unter der Bezeichnung Stornogebühr geführt. Ist durch Vertrag oder oder AGB nichts anderes bestimmt, so handelt es sich bei der Stornogebühr nicht um eine Sanktion für die Abbestellung eines Hotelzimmers.

Stornogebühr beziffert vielmehr die vertraglich geschuldete Gegenleistung (Zimmerpreis) abzüglich der ersparten hoteleigenen Aufwendungen. Nicht angefallene Betriebskosten – etwa für die Verfügbarkeit von Bettwäsche – hat sich der Hotelier gemäß
§ 537 Satz 2 BGB anspruchsmildernd anrechnen zu lassen.
Die Höhe dieser anzurechnenden Einsparungen richtet sich nach den konkreten Umständen des Einzelfalls. Von der Rechtsprechung wird der Wert der ersparten Aufwendungen
° bei Übernachtung/Frühstück mit pauschal 20 %
° bei Übernachtung/Halbpension mit pauschal 30 %
° bei Übernachtung/Vollpension mit pauschal 40 %
vom Übernachtungspreis regelmäßig als angemessen erachtet. Den Parteien des Beherbergungsvertrages ist es jedoch unbenommen, höhere oder geringere Einsparungen nachzuweisen.

Im übrigen muss sich der Hotelier die Vorteile anrechnen lassen, die er aus einer anderweitigen Vermietung des Zimmers erlangt.
Eine grundsätzliche Verpflichtung, bei fehlender Inanspruchnahme des Hotelzimmers einen Ersatzmieter zu suchen, besteht jedoch nicht. Allerdings darf sich der Hotelier nicht treuwidrig gegen die Aufnahme anderer Gäste verschließen.
Quelle: DEHOGA Referat Recht

Die Vorauszahlungsverpflichtung bei Busreisen sowie Stornovereinbarungen haben wir in Absprache mit unserem Partner „Buskontor Ostfriesland“ in Oldenburg wie folgt festgelegt:
Vorauszahlung von 75 % 30 Tage vor Anreise,
Restzahlung bei Ankunft durch Busfahrer oder Abschlußabrechnung unmittelbar nach der Fahrt.
Stornierungen bis 42 Tage vor dem geplanten Reiseantritt: kostenfrei.
Stornierungen bis 30 Tage vor dem geplanten Reiseantritt:
35% des vereinbarten Gastpreises
Stornierungen bis 7 Tage vor dem geplanten Reiseantritt
50% des vereinbarten Gastpreises
Danach oder bei Nichterscheinen werden 90% des vereinbarten Gastpreises abzüglich eventueller Einsparungen fakturiert.
Für die Monate Juni, Juli und August erhöhen sich die o.a. Stornofristen um jeweils 30 Tage      
 
 
 
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